Marktinformationen

Als Mitglied der Frankfurter Immobilienbörse bei der IHK und als deren Vorsitzender wirkt Helmut Christmann wesentlich an der Erstellung der jährlichen Wohn- und Gewerbe-Immobilienmarktberichte für das Geschäftsgebiet der IHK Frankfurt am Main aktiv mit.


Die Mitglieder haben sich dazu entschlossen, intensiver über den regionalen Wohnungs- sowie Gewerbeimmobilienmarkt zu berichten.

Weitere Informationen
1. Zur Frankfurter Immobilienbörse bei der IHK
2. Interview mit Helmut Christmann zu den Zielen der Immobilienbörse bei der IHK

Nachfolgend finden Sie Immobilienmarktberichte zum kostenlosen Download ab 2009.

 


 

1. Halbjahr 2007

Die Mitglieder der Frankfurter Immobilienbörse berichten auch für das 1. Halbjahr 2007 von gleichbleibend guten Umsätzen in allen Marktbereichen.

Der Frankfurter Markt für Wohnimmobilien zeichnet sich seit Jahren durch eine hohe Stabilität aus. Dies betrifft sowohl die eigengenutzten Wohnimmobilien als auch die Wohnungsmieten. Bei Eigentumswohnungen und Häusern ist zu verzeichnen, dass bei Preisen bis ca. 300.000 € die Käufer sich schnell entscheiden, bei höheren Summen die Phase bis zum Geschäftsabschluss längere Zeiten in Anspruch nimmt.

Auf dem Büromarkt konnte im 1. Halbjahr 2007 der Flächenumsatz weiter gesteigert werden, was in erster Linie auf die Vermietung von kleinen und mittleren Büroeinheiten zurückzuführen ist. Es wurde auch erstmals ein nennenswerter Rückgang der Leerstandsflächen verzeichnet.

In den einzelnen Marktbereichen wurden folgende Ergebnisse festgestellt:

Mietwohnungen in Frankfurt und im bevorzugten Umland mittlerer bis guter Qualität erzielten unverändert Preise zwischen 7,00 und 11,00 €/m². Gesucht waren nach wie vor Wohnungen mit neuwertiger Ausstattung und guten öffentlichen Verkehrsanbindungen. Im oberen Qualitätssegment lag die Preisspanne zwischen 11,00 und 14,00 €/m². Für Einzelobjekte in Toplagen wurden auch Preise darüber erzielt.

Bei neuen Eigentumswohnungen wurde in Frankfurt eine gute, im Umland jedoch weiterhin eine schwache Nachfrage verzeichnet. Die Kaufpreisspanne hat sich bei mittlerer Qualität und Lage in Frankfurt leicht auf 2.400,00 und 3.000,00 €/m² erhöht; im Umland lag sie weiterhin zwischen 2.300,00 und 2.700,00 €/m². Hochwertiger Wohnraum in der Frankfurter Kernstadt (Westend, Sachsenhausen, Diplomatenviertel) erzielte bei schwachem Angebot und ruhiger Nachfrage bis 4.300,00 €/m². Gleiche Preise wurden auch für kernsanierte Stilbauten genannt.

Bei gebrauchten Eigentumswohnungen wurden - bei ähnlichem Marktverlauf wie bei Neubauten - Kaufpreise für mittlere Qualität in Frankfurt zwischen 1.800,00 und 2.600,00 €/m², im Umland zwischen 1.300,00 bis 2.500,00 €/m² angegeben. Vermietete Wohnungen als Kapitalanlage wurden auch günstiger angeboten.

Bei Reihenhäusern und Doppelhaushälften war weiterhin im gesamten Marktbereich eine gute Nachfrage zu verzeichnen. Die Preisspanne für neue und gebrauchte Häuser lag im gesamten Marktgebiet zwischen 230.000 und 375.000 €. Für Neubauten wurden auch Preise bis 450.000 € erzielt. Entscheidend bei der Preisgestaltung waren Lage und Gebäudequalität.

Bei freistehenden Einfamilienhäusern ist ein Rückgang des Angebots zu verzeichnen, da viele Verkäufer eine abwartende Haltung zeigten. Die erzielten Preise lagen überwiegend zwischen 450.000 und 800.000 €.

Baugrundstücke für Einfamilienhäuser und Villen werden nach wie vor begrenzt angeboten; dadurch wurden in Toplagen Höchstpreise von 700 - 800 €/m² erzielt.

Bei den Baugrundstücken für den Geschosswohnungsbau waren vorrangig Grundstücke für den Eigentumswohnungsbau nachgefragt. Die klassische Nachfrage nach Baugrundstücken für den Mietwohnungsbau ist aufgrund der restriktiven Miet- und Steuergesetzgebung fast zum Erliegen gekommen.

Eine gute Nachfrage bestand für Renditeobjekte, die den Marktbereich von Wohn- und Geschäftshäusern umfasst. Die Kauferlöse lagen überwiegend zwischen der 12fachen und der 16fachen Jahresmiete. Diese Preise sind in optimistischer Erwartung der zukünftigen Vermietungssituation zu verstehen. Für größere Bürohäuser in bevorzugter Lage und mit sehr guter Ausstattung wurden - hauptsächlich von ausländischen Kapitalanlegern - auch bis zum 18fachen der Jahresmiete gezahlt.

Grundstückspreise für Industrie- und Gewerbegebiete zeigten ein gleich bleibend ruhiges Marktgeschehen und lagen zwischen 180,00 und 325,00 €/m², im Stadtgebiet Frankfurt auch höher.

Die Preise für Lagerflächen sind leicht angestiegen und wurden mit 3,50 bis 6,50 €/m² angegeben. Gute Nachfrage bestand weiterhin nach hochwertigen Logistikflächen mit guter Autobahnanbindung oder Flughafennähe; hier wurden Preise zwischen 5,00 und 8,00 € erzielt.

Auf dem Markt für Büroflächen wurde im gesamten Marktsegment von moderat steigenden Mieten berichtet. Sollte sich diese Entwicklung fortsetzen und die erzielten Büromieten nennenswert von denen im Sondermarktbericht Stand November 2006 genannten Zahlen abweichen, wird die Frankfurter Immobilienbörse einen neuen, detaillierten Sondermarktbericht über Büroräume erstellen.

Frankfurt am Main, 14.08.2007

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