Marktinformationen

Als Mitglied der Frankfurter Immobilienbörse bei der IHK und als deren Vorsitzender wirkt Helmut Christmann wesentlich an der Erstellung der jährlichen Wohn- und Gewerbe-Immobilienmarktberichte für das Geschäftsgebiet der IHK Frankfurt am Main aktiv mit.


Die Mitglieder haben sich dazu entschlossen, intensiver über den regionalen Wohnungs- sowie Gewerbeimmobilienmarkt zu berichten.

Weitere Informationen
1. Zur Frankfurter Immobilienbörse bei der IHK
2. Interview mit Helmut Christmann zu den Zielen der Immobilienbörse bei der IHK

Nachfolgend finden Sie Immobilienmarktberichte zum kostenlosen Download ab 2009.

 


 

Wohnungsmarktbericht 2009

In den einzelnen Marktbereichen des Wohnungsmarktes wurden folgende Ergebnisse festgestellt:

Mietwohnungen
In Frankfurt am Main und in bevorzugten Lagen des Hochtaunus- und Main-Taunuskreises wurden in den ersten der Quartalen 2009 für Wohnungen in mittlerer bis guter Qualität Mietpreise innerhalb einer Mietpreisspanne von ca. 8,00 €/m² bis 13,00 €/m² erzielt. In sehr guten Lagen mit entsprechender Ausstattung lagen die Preise auch deutlich darüber. Es herrschte nach wie vor eine hohe Nachfrage nach günstigem Wohnraum. Auch im hochpreisigen Segment wurde von einer guten Nachfrage berichtet. Gleichzeitig sind die Anforderungen an die Ausstattung in allen Preissegmenten gestiegen.

Eigentumswohnungen
Bei neu erbauten Eigentumswohnungen bestand eine gleich bleibend gute Nachfrage in den präferierten Wohnlagen im IHK Bezirk Frankfurt am Main. Die Preise in diesen Lagen bewegten sich zwischen 2.850 €/m² und 5.550 €/m². Die Kaufpreise für Immobilien mittlerer Lage und Ausstattung reichten von ca. 2.300 €/m² bis 3.300 €/m². Spitzenobjekte in besten Lagen erzielten auch höhere Preise.

Verkäufe von gebrauchten Eigentumswohnungen waren stark abhängig von der vorhandenen Wohnqualität. Immobilien mit Modernisierungsbedarf waren nur mit langen Vermarktungszeiten und zu entsprechend reduzierten Preisvorstellungen der Eigentümer verkäuflich. Diese Verkaufspreise lagen in Frankfurt zwischen 1.000 €/m² und 2.200 €/m² und in den Landkreisen zwischen 600 €/m² und 1.750 €/m². In guten Lagen und bei guter Ausstattung lagen die Preise knapp unter den genannten Neubaupreisen.

Reihenhäuser und Doppelhaushälften
Die Kaufpreisspanne von Reihenhäusern und Doppelhaushälften mit zeitgemäßer Ausstattung und Wohnfläche umfasste bei einer stabilen Preisstruktur den Bereich von ca. 240.000 € - 450.000 €. Neubauten lagen über diesen Werten. Von Preisabschlägen bis deutlich unter 200.000 € waren Häuser mit modernisierungsbedürftiger Ausstattung betroffen.

Freistehende Einfamilienhäuser
Im breiten Segment der freistehenden Einfamilienhäuser wurden sehr unterschiedliche Kaufpreise aufgrund der Lage, individuellen Gestaltung und Grundstücksgröße erzielt. Die Angaben der Mitglieder der Frankfurter Immobilienbörse begannen bei 200.000 € und reichten in Einzelfällen für Villengrundstücke bis über 2 Millionen €. Im Schwerpunkt lagen die Kaufpreise weit unter 1 Million €.

Baugrundstücke
Für Baugrundstücke in guter Lage, die sich zur Neubebauung mit Einfamilien- und Reihenhäusern eigneten, wurden Preise von 400 €/m² bis 650 €/m² erzielt. In bevorzugten Einzellagen reichten die Quadratmeterpreise auch bis 800 €/m² Grundstücksfläche. Bei mittlerer Lagequalität wurden Preise um ca. 350 €/m² - 500 €/m² Grundstücksfläche genannt.

Die Quadratmeterpreise von Baugrundstücken für den Mietwohnungsbau sind in Abhängigkeit der erlaubten zu realisierenden Wohnfläche im Verhältnis zur Grundstücksfläche sehr unterschiedlich. Im Wesentlichen wurden in guten Lagen Preise von ca. 500 €/m² je Quadratmeter realisierbarer Wohnfläche für das Baugrundstück vereinbart.

Renditeobjekte
Das Angebot von Renditeobjekten im Segment der Wohn- und gemischt genutzten Gebäude im IHK Bezirk Frankfurt war gering. Die Nachfrage nach diesen Immobilien war in Frankfurt im Verhältnis zu den Landkreisen sehr gut. Im Frankfurter Stadtgebiet bewegten sich die erzielbaren Faktoren überwiegend innerhalb einer Spanne vom 12- bis 17-fachen der Netto-Jahreskaltmiete, in Einzelfällen auch höher. In den Landkreisen lagen die erzielbaren Faktoren auch darunter.

Fazit
Die Ende Oktober durchgeführte Marktuntersuchung der Frankfurter Immobilienbörse im Wohnbereich ergab zum vorherigen Marktbericht kaum Preisveränderungen. Seit Beginn der Wirtschaftskrise ist eine stärkere Nachfrage nach Wohnimmobilien zu verzeichnen. Die Mitglieder der Frankfurter Immobilienbörse berichteten aber auch von sich verschärfenden Bonitätsanforderungen der Banken an die Kreditnachfrager.

In den Umfrageergebnissen spiegelten sich die sehr differenzierten Lagequalitäten, Infrastrukturausstattungen und Entfernungen zum Oberzentrum Frankfurt wider. Stadt- und Ortsteile ohne Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr, ohne soziale Infrastruktur (bspw. Kindergärten, Schulen, Ärzteversorgung) und ohne Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf waren schwächer nachgefragt. Der Wohnwertanspruch der Hauptnachfragergruppe (Eigennutzer, 30-45 Jahre) ist zunehmend abhängig von diesen Kriterien, wie die erheblichen Preisunterschiede unserer Befragung verdeutlichen.

Verstärkte Anfragen von privaten Investoren nach vermieteten Eigentumswohnungen in nachhaltig vermietbaren Lagen sind unter dem Gesichtspunkt der privaten Altervorsorge festzustellen.

Nach wie vor ist das Gebiet der IHK Frankfurt am Main als Teil der Metropolregion FrankfurtRheinMain ein gefragter Wohn- und Investitionsstandort für Wohnimmobilien. Dies ist nicht zuletzt im nach wie vor relativ guten Arbeitsplatzangebot in FrankfurtRheinMain begründet.

Frankfurt am Main, 31. Oktober 2009

Die Ausgabe 2009 können Sie hier downloaden.

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